Es brennt

Es brennt
122
Notruf Feuerwehr – sofort wählen Nicht ins Gerätehaus fahren. Immer die 122 anrufen.
Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch alarmiert alle Kräfte.
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144Rettung
140Berg­rettung
112Euro­notruf

Verhalten im Brandfall

1

Ruhe bewahren

Panik kostet Leben – Ihre eigenes und das anderer. Atmen Sie durch, denken Sie klar und handeln Sie geordnet.

Auch wenn die Situation bedrohlich wirkt: Die nächsten Sekunden entscheiden. Ruhiges Handeln rettet.

2

Alarmieren

Feuerwehr: 122 anrufen – nicht direkt ins Gerätehaus melden, sondern immer die Leitstelle wählen.

  • Ruhig und deutlich sprechen
  • Die 5 W-Fragen beantworten
  • Warten bis die RFL das Gespräch beendet
  • Erreichbar bleiben für Rückfragen
3

Retten

Gefährdete Personen warnen und in Sicherheit bringen – aber nur wenn Sie selbst keine Gefahr eingehen.

  • Türen schließen – verlangsamt die Brandausbreitung deutlich
  • Aufzüge nicht benutzen
  • Gebäude zügig verlassen
  • Sammelpunkt aufsuchen
4

Löschen

Nur wenn der Brand klein und der Fluchtweg gesichert ist:

  • Feuerlöscher, Löschdecke oder Wassereimer einsetzen
  • Nie den Rücken zur Tür kehren
  • Bei Ausweitung sofort Rückzug
  • Eintreffende Einsatzkräfte einweisen

Die 5 W-Fragen beim Notruf

W Wer Wer meldet den Notfall? Name und Rückrufnummer
W Was Was ist passiert? Art des Notfalls
W Wo Wo ist es passiert? Genaue Adresse, Stockwerk
W Wie viele Wie viele Personen sind betroffen oder verletzt?
W Warten Warten Sie! Legen Sie nicht auf – die Leitstelle beendet das Gespräch

Wichtig: Bleiben Sie nach dem Notruf erreichbar und weisen Sie die Einsatzkräfte beim Eintreffen ein. Teilen Sie mit, ob noch Personen im Gebäude sein könnten.

Wichtige Verhaltensregeln

Richtiges Verhalten im Brandfall

  • Türen schließen – jede geschlossene Tür schützt vor Rauch und verlangsamt den Brand
  • Gebäude über den Treppenraum verlassen, nicht über den Aufzug
  • Beim Verlassen des Raumes kurz die Tür mit dem Handrücken berühren – ist sie heiß, nicht öffnen
  • Im Rauch gebückt oder kriechend fortbewegen – Atemluft ist bodennah besser
  • Am vereinbarten Sammelpunkt warten und alle zählen
  • Feuerwehr einweisen und über alle bekannten Umstände informieren

Verbote und häufige Fehler

  • Nie den Aufzug benutzen – bei Brand kann er zur tödlichen Falle werden
  • Nie zurücklaufen um Wertgegenstände zu holen
  • Türen nicht offen lassen – Rauch und Feuer breiten sich sonst explosionsartig aus
  • Nicht direkt ins Gerätehaus fahren – immer 122 wählen
  • Nicht durch verrauchte Bereiche laufen wenn ein anderer Weg möglich ist
  • Feuerlöscher nicht bei Zimmerdecke ansetzen – von unten gegen den Brand arbeiten

Wenn Sie eingeschlossen sind

Rauch dringt unter der Tür durch

Tür mit Kleidungsstücken, Handtüchern oder Bettwäsche abdichten. Fenster öffnen, um frische Luft zu bekommen – aber nicht springen. Auf sich aufmerksam machen und auf die Feuerwehr warten.

Der Fluchtweg ist verqualmt

Im Raum bleiben, Tür schließen und abdichten. Fenster öffnen und Rettungskräfte auf sich aufmerksam machen – rufen, Taschenlampe schwenken, Tuch winken. Nicht in den Rauch laufen.

Brand in der Wohnung, Flur versperrt

Zimmertür schließen und abdichten. Über das Fenster Hilfe holen. Feuerwehrleitstelle (122) erneut anrufen und genaue Position durchgeben – Stockwerk und welche Seite des Gebäudes.

Brand im Keller

Kellertüre schließen, Gebäude verlassen. Kein Löschen im Keller ohne Atemschutz – Brandgase im Keller sind extrem gefährlich. Feuerwehr abwarten und einweisen.

Fahrzeugbrand

Motor abstellen, Fahrzeug verlassen, Sicherheitsabstand halten (mind. 50 Meter). Bei Elektrofahrzeugen besonderen Abstand einhalten – Batteriebrände können sich spontan wieder entzünden. 122 alarmieren.

Brand in der Küche

Herd abschalten. Brennendes Fett nie mit Wasser löschen – Fettexplosion! Löschdecke verwenden oder Topf mit Deckel abdecken und stehen lassen. Kleines Feuer: CO₂-Löscher. Bei Ausweitung: sofort evakuieren und 122 rufen.

Vorbeugung: Rauchmelder retten Leben

Rauchmelder in jedem Raum – Pflicht und Lebensretter

Die meisten Brandopfer sterben nicht an Flammen, sondern an Rauchvergiftung – oft im Schlaf. Ein funktionierender Rauchmelder gibt bis zu 10 Minuten Vorwarnung und kann im Schlaf das Leben retten. Empfehlung: In jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur und Wohnbereich einen Rauchmelder installieren. Batterie jährlich prüfen, Gerät alle 10 Jahre austauschen.


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Im Notfall: 122 wählen Feuerwehr · Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Feldkirch
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