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Silobrand in Wolfurt – aufwendiger Einsatz zur vollständigen Entfernung von Glutnestern

Silobrand in Wolfurt – aufwendiger Einsatz zur vollständigen Entfernung von Glutnestern
Einsatzdetails
Einsatz-Nr.
61
Alarmzeit
24.08.2026 13:56 Uhr
Einsatzort
Unterlinden
Einsatzart
Brandeinsatz
Mannschaft
37 Kräfte
Dauer
209 Min
Beteiligte Org.
Rettung, Polizei, Absaugfirma

Am Montagnachmittag wurde die Feuerwehr Wolfurt zu einem Silobrand in einem Wolfurter Betrieb alarmiert.

Nach dem Eintreffen erkundete umgehend ein Atemschutztrupp das betroffene Silo. Im oberen Bereich wurde eine starke Rauchentwicklung festgestellt. Offene Flammen waren zu diesem Zeitpunkt nicht sichtbar, im Inneren des Silos wurden jedoch Glutnester festgestellt.

Die ersten Glutnester konnten unter Atemschutz rasch abgelöscht werden. Da das Silo mit unterschiedlichen brennbaren Materialien wie Papier, Pellets und Hackschnitzeln gefüllt war, musste jedoch davon ausgegangen werden, dass sich weitere Glutnester im Inneren befinden könnten.

Um eine umfassende Kontrolle des Silos zu ermöglichen, stieg ein Atemschutzgeräteträger in das Silo und schuf unter Atemschutz eine Zugangsöffnung in den unteren Bereich. Dabei wurde er von einem zweiten Atemschutztrupp im Erdgeschoss von außen unterstützt. Das Silo konnte dadurch geöffnet und die darin befindlichen Bereiche kontrolliert werden. Dabei wurden weitere Glutnester festgestellt und gezielt abgelöscht.

Da trotz der umfangreichen Kontrollen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch weitere Glutnester im Inneren des Silos befanden, wurde entschieden, das Silo vollständig zu entleeren. Hierfür wurde eine Spezialfirma hinzugezogen, die das Brandgut unter Begleitung von Atemschutztrupps absaugte.

Das abgesaugte Brandgut wurde zwischengelagert und beim Abladen nochmals kontrolliert und abgelöscht, um eine neuerliche Brandentwicklung sicher auszuschließen.

Einsatzstellenhygiene

Bei diesem Einsatz kam auch der Einsatzstellenhygienecontainer der Feuerwehr Wolfurt zum Einsatz. Damit konnte bereits an der Einsatzstelle eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung umgesetzt werden.

Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger wurden nach ihrem Einsatz zunächst grobgereinigt, um Verschmutzungen und anhaftende Schadstoffe von der Einsatzbekleidung und dem Körper zu entfernen. Die kontaminierte Einsatzbekleidung wurde anschließend getrennt gesammelt, in dafür vorgesehenen Säcken verpackt und der weiteren Reinigung zugeführt.

Für die Einsatzkräfte standen außerdem frische Jogginganzüge als Wechselbekleidung zur Verfügung. Dadurch konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle in sauberer Kleidung verlassen, ohne kontaminierte Einsatzbekleidung in die Feuerwehrfahrzeuge oder ins Feuerwehrhaus mitnehmen zu müssen.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine Verschleppung von Schadstoffen zu vermeiden, und sind ein wichtiger Bestandteil des modernen Atem- und Gesundheitsschutzes bei Feuerwehreinsätzen.

Nach rund viereinhalb Stunden konnte der Einsatz der Feuerwehr Wolfurt beendet werden.

T: +43 664 3959768 | M: simon.mueller@feuerwehr.wolfurt.at